Als an der Stadtentwicklung interessierte Bürgerin machte ich mich am Montagabend auf den Weg zur Burg, um zu hören, wie der Stand zum Altstadtfest ist, und vielleicht meine Bereitschaft zur Mitwirkung zu zeigen. Leider bestand die „Bürgerversammlung“ zum größten Teil aus Angestellten der Verwaltung, den Stadtverordneten oder Bürgern, die es demnächst werden wollen. Die Diskussion entbrannte hauptsächlich um den Streitpunkt, wieso es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Es stand die ganze Zeit unterschwellig als Vorwurf im Raum, dass die Firma „Intakt“ letztendlich Geld mit der Organisation verdienen möchte – was ich für völlig legitim halte, ist doch das Ziel aller Tätigkeiten in dieser Gesellschaft die Gewinnerzielung.
Das, was ich persönlich von der Versammlung erwartet hatte, nämlich eine kreative Sammlung von Ideen und Bereitschaftserklärungen von Belziger Bürgern, sich aktiv im Altstadtsommer einzubringen, fehlte fast völlig. Vielen Dank an Herrn Habdank und Herrn Kampf, die zumindest ein wenig die Ehre der Belziger durch ihre spontane Zusage zur aktiven Mitarbeit retteten. Wo aber waren die ganzen Hofbesitzer, potentiellen Hofbetreiber, Künstler?
Ich könnte es sogar verstehen, wenn nach dieser Veranstaltung nunmehr auch Frau Luft von der Intakt-GmbH ihr Angebot aufgrund der mangelnden Unterstützung zurückzöge.